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"Hauptsachen gehören in Hauptsätze!" - Kurt Tucholsky
Sprache
Abstrakte Nominalkonstruktionen lähmen den Satz. Sätze werden stärker, wenn handelnde Personen oder Dinge das Subjekt sind und Verben wieder wirklich handeln dürfen.
Sprache
Adjektive sind Verdacht, Verben sind Beweise.
Sprache
Adverbien schwächen oft mehr, als sie helfen – besonders in der wörtlichen Rede. Wenn ein Dialog erklärt werden muss, statt sich selbst zu tragen, ist meist der Dialog das Problem. („sagte er verächtlich“, „schrie sie drohend“, „flehte er unterwürfig“)
Dialog, Sprache
Anschauliche Bilder im Kopf der Leser entstehen nicht von selbst. Wer die Mühe scheut, greift zu vagen Formulierungen – wer sie auf sich nimmt, schreibt konkret und lebendig.
Sprache, Überarbeiten
Ausdrucksstarke Verben tragen den Satz. Wer Hilfsverben und Passiv meidet und aktiv formuliert, schreibt präziser, schneller und mit mehr Energie. („sein“, „können“, „haben“, „müssen“, „wollen“ sind eher schwach)
Sprache
Das Passiv nimmt dem Satz Kraft und Bewegung. Wo immer möglich, sollte aktiv und handelnd formuliert werden.
Sprache
Dialog und Erzählsprache tragen die Geschichte einer Figur in sich. Sie offenbaren Herkunft, Haltung und Erfahrung nur dann glaubwürdig, wenn der Autor die Figur zuvor gründlich durchdrungen hat.
Dialog, Figuren, Planen, Sprache
Dialoge brauchen keine akrobatischen Sprechverben. „Sagte“ bleibt unsichtbar und trägt den Text, während ausgefallene Alternativen vom Gesagten ablenken.
Dialog, Sprache
Dialoge sollten keine abgenutzten Floskeln wiederholen. Frische, präzise Sprache und individuelle Stimmen halten Gespräche lebendig und glaubwürdig.
Dialog, Glaubwürdigkeit, Lebendigkeit, Sprache
Die Erzählsprache einer Figur braucht innere Konsistenz. Über den ganzen Roman hinweg muss sie wiedererkennbar bleiben, sonst verliert die Figur ihre Glaubwürdigkeit.
Erzählperspektive, Figuren, Sprache
Die Erzählsprache einer Figur ist das Ergebnis ihrer inneren und äußeren Prägung. Sie spiegelt Herkunft, Bedürfnisse, Überzeugungen, Ziele und die jeweilige Situation wider und verändert sich je nachdem, was die Figur in einer Szene erreichen will.
Figuren, Sprache
Die Stimme einer Figur darf nicht mit der des Autors identisch sein. Wenn alle Figuren gleich klingen, fehlt ihnen Eigenständigkeit – außer dort, wo ausdrücklich das eigene Leben erzählt wird.
Figuren, Sprache
Die Stimme einer Figur entsteht aus ihrem Sprachgebrauch. Wortwahl, Redewendungen, Tonfall und Haltung formen eine eigene Erzählsprache, an der man sie erkennt.
Figuren, Sprache
Gleiche Gedanken sollten in gleicher Form erscheinen. Parallel gebaute Sätze oder Satzteile machen Zusammenhänge sofort erkennbar und entlasten den Leser.
Sprache
Gutes Schreiben ist verdichtet. Jeder Satz, jeder Absatz muss notwendig sein, so wie jede Linie in einer Zeichnung oder jedes Teil in einer Maschine – jedes Wort hat eine Aufgabe oder gehört gestrichen.
Sprache, Überarbeiten
Je näher die Erzählperspektive an der Figur liegt, desto unverwechselbarer muss ihre Stimme sein. In der Ich-Form braucht jede Figur eine eigene Sprache, in der dritten Person reicht eine feinere, aber klare Unterscheidbarkeit – die Perspektive muss auch ohne Namensnennung erkennbar sein.
Erzählperspektive, Figuren, Sprache
Komplizierte Wörter sind kein Ersatz für Klarheit. Wer einfache, präzise Sprache nutzt, schreibt verständlicher und selbstbewusster als jemand, der sich hinter Fremdwörtern versteckt.
Sprache
Ohne gute Redefiguren wirkt ein Text oft farblos. Schlechte Redefiguren dagegen richten echten Schaden an: Sie machen die Erzählung lächerlich, verzerren den Ton und untergraben jede Wirkung.
Lebendigkeit, Sprache
Prüfe den Dialog rigoros. Jede Zeile sollte so pointiert, charakteristisch und verdichtet sein, wie es die Szene erlaubt – sonst gehört sie überarbeitet oder gestrichen.
Dialog, Lebendigkeit, Sprache
Sätze werden klarer und kräftiger, wenn das Verb nah am Subjekt steht. Eingeschobene Nebensätze schwächen den Rhythmus und sollten sparsam eingesetzt werden.
Sprache
Schau dir zentrale Redefiguren an und setze sie gezielt ein.
Metapher: Bedeutung wird über ein Bild übertragen.
Vergleich: Verdeutlichung durch ein „wie“.
Anapher: Wiederholung am Satzanfang zur Verstärkung.
Parallelismus: Gleiche Satzstruktur für Klarheit und Rhythmus.
Antithese: Gegenüberstellung von Gegensätzen.
Ellipse: Auslassung für Tempo und Spannung.
Ironie: Gemeint ist das Gegenteil des Gesagten.
Dialog, Lebendigkeit, Sprache
Schwache, indirekte Verben nehmen dem Text Energie. Aktive, konkrete Formulierungen machen Sätze klarer, schneller und lebendiger.
Lebendigkeit, Sprache
Spannung entsteht aus dem Zusammenspiel lebendiger Figuren, eines sich zuspitzenden Konflikts und einer klaren, aktiven Sprache.
Figuren, Konflikt, Spannung, Sprache
Starke Prosa meidet das Ungefähre. Konkrete, präzise und eindeutige Aussagen wirken klarer und überzeugender als abstrakte oder vage Formulierungen.
Lebendigkeit, Spannung, Sprache
Unauffällige Sprechverben wie „sagte“, „fragte“ , „antwortete“ oder "erwiderte" verschwinden beim Lesen fast vollständig. Ausgefallene Alternativen ziehen Aufmerksamkeit auf sich und bremsen den Text, weshalb sie sparsam eingesetzt werden sollten.
Dialog, Sprache
Verneinungen schwächen die Aussage. Wo es passt, ist es stärker, das Gemeinte direkt und positiv zu benennen, statt es über ein „nicht“ zu umkreisen.
Lebendigkeit, Sprache
Wenn die Wahrnehmung konsequent an die Figur gebunden ist, braucht man keine Wahrnehmungsverben. Sinneseindrücke wirken stärker, wenn sie direkt gezeigt werden, statt angekündigt zu werden. (Sie sah, dass...)
Sprache
Wenn eine Eigenschaft oder Tätigkeit, ein Merkmal oder Gefühl vage bleibt, sollte man es durch einen konkreten Vergleich schärfen. So wird die Beschreibung präzise und löst beim Leser eigene Bilder aus.
Lebendigkeit, Sprache
Wörter entfalten oft die größte Wirkung, wenn sie am Satzende stehen. Diese Position lenkt Aufmerksamkeit und gibt dem Gedanken sein Gewicht.
Sprache
„Wenn du ein Adjektiv triffst, bring es um!“ - Mark Twain.
Sprache